Wein & Essen (Teil 2)

on

Getrüffelte Vorspeisen schmecken gut zu trockenen, mittelschweren Rotweinen. Kaviar verlangt als Begleitung einen ausdrucksvollen Schaumwein oder einen körperreichen, trockenen Weißwein. Zu Wurstwaren trinkt man trockene, junge Roseweine von mittlerem Körper und Alkoholgehalt. Zu klaren Suppen und Brühen wählt man im allgemeinen keinen Wein, bestenfalls trinkt man den gleichen Wein, der auch zur Verfeinerung der Suppe verwendet wurde.

In den einzelnen Regionen Italiens gibt es jedoch zahlreiche Suppen-Spezialitäten, meist mit verschiedenen Einlagen (Gemüse, Schweinefuß, Schinkenknochen, Speck, Reis, Nudeln, geräucherter Fisch etc.), zu denen vielfach milde und körperreiche, trockene Weissweine gut schmecken. Insbesondere zur Fischsuppe sollte man einen gehaltvollen, kräftigen und doch geschnmeidigen Wein wählen. Die vielfältigen Teigwarengerichte, ob mit oder ohne Reis, können je nach Zusammensetzung mit trockenem Rotwein , der jung und frisch sein sollte (2-3 Jahre alt) – oder auch Rosewein ergänzt werden. Zur Geflügelcreme, zur Pilzsuppe und zu ähnlichen Suppen empfiehlt sich ein trockener, mundiger, bukettreicher Weißwein.

Trockener Weißwein ist im allgemeinen auch die ideale Begleitung zu Fischgerichten. Wird dem Fischgericht eine milde Sauce beigegeben, sollte der Weißwein trocken, aber nicht zu herb sein. Dies gilt vor allem für Fisch, der ’nature‘ gekocht wird. Gebratene und gegrillte Fische, die eine schärfere Sauce als Beigabe haben, können auch einen pikanten, ausdrucksvollen Weißwein als Begleitung vertragen. Zu der beliebtesten piemontesischen Spezialität Kalbfleisch mit Thunfisch (vitello tonnato) empfiehlt sich ein trockener, gut ausgebauter, frischer und aromatischer Weißwein.

Kalbsbries und Hirn vertragen sowohl trockene, nicht zu herbe Rotweine als auch körperreiche, vollmundige, trockene Weißweine. Bei Gerichten, die auf der Basis von Eiern aufgebaut sind, werden säurereiche spritzige Weißweine bevorzugt, es können aber auch anregende Rotweine dazu getrunken werden. Zu gekochtem Fleisch kredenzt man am besten Rotwein, der nicht zu alt aber doch recht ausdrucksvoll sein sollte. Jüngere, mundige Rotweine, wie die oberitalienischen Merlot, Bardolino oder auch Valpolicella sowie Barbera, passen gut zu Rind- und Schweinefleisch. Diese Weine empfehlen sich auch zu Geflügel und Kalbfleisch, obgleich man dazu eventuell auch einen trockenen, angenehm fruchtigen und mittelschweren Weisswein trinken kann. Werdendiese Gerichte jedoch von einer braunen Sauce begleitet, sollte man dem Rotwein den Vorzug geben.